Die Tage nach der Kastration

Mein kleiner Schatz Sookie wurde Anfang der Woche kastriert. Als Hunde Übermama war ich  natürlich schon ein paar Tage davor ziemlich nervös. Für alle Gleichgesinnten daher ein kleiner Nachbericht zum Verlauf und die Tage nach der Kastration.

Davor noch kurz meine Gedanken zur Kastration an sich: Nachdem ich keine Welpen plane und meine Hündin nicht unnötig den Hormonschüben aussetzen will, war eigentlich von Anfang an klar, sie wird kastriert. Na gut etwas Egoismus war auch dabei… Die Läufigkeit ist auch für Herrchen und Frauchen anstrengend. Das ewige Höschen an und aus… an der Leine führen und und und. Wir haben die erste Läufigkeit durchgemacht, weil angeblich hier nochmal ein Entwicklungsprozess stattfindet. Nachdem Sookie erst 7 Monate war, haben wir das rumgehen lassen.

Die nächste Frage war: normal oder endoskopisch. Dazu muss man sagen, dass die endoskopische OP doppelt so teuer ist, wie die normale. Bei dieser Variante werden 3 kleine Schnitte gemacht für die notwendigen Geräte. Bei der normalen Kastration wird ein größerer Schnitt gemacht. Ich habe mich schlussendlich für die normale Variante entschieden. Warum? Aus mehrerlei Gründen. Erstens ist Sookie ein kleiner Hund – ergo kleiner Schnitt. Sie hätte 3 Schnitte mit 1 cm gehabt. Jetzt hat sie einen mit 2 cm. Bei einem großen Hund ist das vielleicht anders. Zweitens wollte ich es bei unserem Tierarzt machen lassen, weil ich denen voll vertraue und die kennen meinen Schatz und sind immer total lieb. Drittens ist es natürlich auch eine Preisfrage. Wäre sicher nicht der Hauptbeweggrund, aber in Summe ein positiver Nebeneffekt.

TAG 1 – Tag der OP:
Dienstag, 8.00 Uhr sind wir beim Tierarzt gestellt und ich MEGA nervös. Sookie bekommt ihre Narkose in meinen Armen. Sie wehrt sich massiv gegen das einschlafen und braucht noch etwas Einschlafhilfe mit der Maske :). Die Tierärztin sagt mir ich kann sie um 12 Uhr wieder holen.

Na klar Frauchen ist nicht um 12 Uhr beim TA, sondern um halb 12 ;). Ich bekomm sie aber gleich in überreicht. Sookie ist noch halb im Delirium und bekommt nichts mit. Kurz geschwanzelt liegt sie ruhig auf meinem Arm. Die Tierärztin zieht ihr noch schnell einen Hundebody über, der Sookie am Schlecken der Wunde hindern soll.

Nächster Halt: ZUHAUSE. Erstmal pack ich sie auf die Couch, wo ich mit Decken und Handtüchern alles vorbereitet habe. Wie Sookie halt so ist, schläft sie nicht wirklich. Immer die Augen leicht geöffnet will sie nichts verpassen. Sie wirkte aber noch schlapp und müde. Was mich anfangs etwas irritiert ist, dass sie sehr zittert. Nachdem ich ihre Ohren und Pfoten angegriffen habe, merke ich, dass die total kühl sind. Muss wohl die Narkose sein. Also Kuscheldecke drüber und was auch sehr schnell hilft. Den Body habe ich ihr übrigens gleich mal ausgezogen. Durchs herumrutschen schnürt er sie ein und schoppt sich so doof. Nachdem ich sie nicht aus den Augen lasse, werde ich ihr offizieller Schleckschutz-Beauftragter :). Leider unangenehm, zweimal setzt sie ganz kleine Mengen Kot ab, aber das hat sie scheinbar so gar nicht unter Kontrolle gehabt. Zum Glück war es jedesmal so wenig, dass man es mit feuchten Tüchern abwischen konnte und die Handtücher verschont geblieben sind. Baden darf man ja eine Woche nicht!

Gegen 16.00 Uhr trinkt sie brav und will das erste mal runter. Gesagt getan. Ein paar Schritte im Gras reichen aber aus, dass sie wieder total müde ist. Also wieder rauf ins Bettchen.

Gegen 19.00 Uhr gehts nochmal runter und es wird schon mehr geschnüffelt und herumgetappst.

Auf Anweisung vom Tierarzt soll sie heute am Tag der OP noch nichts fressen. Es wirkt aber als wolle sie etwas. Aber es gibt nur Wasser. Das trinkt sie aber brav und trägt es mit Fassung. Das Zittern hat sich auch gelegt.

TAG 2:
Bereits beim Aufstehen merkt man, es geht ihr sehr viel besser. Noch immer ein wenig benommen, aber soweit OK. Gegen Mittag will sie schon Stöckchen spielen und genießt das herumflanieren im Garten. Damit sie sich ausruhen kann (und ich auch 🙂 ) mache ich es uns im Schlafzimmer dunkel und gemütlich. Jetzt schläft sie 4 Stunden durch. Halleluja. Danach ist die Energie zurück und Sookie will raus. Raus und spielen. Ich hab das zum Glück schon vermutet und sie vorsorglich an die Leine genommen. Das war auch gut so. Sie wäre gleich losgestartet. Ich muss sie wirklich bremsen. Allerdings merkt man nach 15 Minuten langsames herumwandern im Schneckentempo, dass sie immer noch ein bisschen kraftlos ist. Ich trage sie also wieder rauf auf die Couch und sie genießt die Kuschelstunden mit Herrchen und Frauchen.

Tag 3:
Als wäre nie was gewesen. Quickvergnügt und putzmunter stehen wir wie üblich um halb 7 auf. Ab ins Büro. Sookie ist kaum zu bremsen und fordert ihre tägliche Spieleinheit ein. Aber Leider Nein. Wir müssen laut Tierarzt noch langsam machen. Sie darf zwar wieder Stiegen steigen, spazieren, soll aber nicht zu wild herumtollen und springen. HAHA. So eine Springmaus wie Sookie vom Hüpfen abhalten, ist wie ein Sack Flöhe im Zaum halten. Ich geb mein Bestes. Das wird ein anstrengendes Wochenende :(.

Tag 4 und 5:
Haben wir am Wolfgangsee verbracht. So konnte Sookie gemütlich den Tag draußen im Grünen verbringen. An unserem Platzerl sind auch keine anderen Hunde und so haben wir sie besser im Griff… Denkste… Es war eine schiar unmögliche Aufgabe dieses Energiebündel vom Wasser und Springen abzuhalten. Bei so viel Verzweiflung, weil sie so gerne ins Wasser möchte, bricht einem das Herz :).

Tag 6:
Der Montag ging zum Glück recht unspektakulär vorüber.

Tag 7:
Heute endlich ist es soweit. Die Nähte wurden gezogen und Sookie darf wieder alles machen!!! Es ist einfach toll wie verheilt die Wunde schon ist und die ist MINI… Echt toll gemacht von den tollen Ärzten von der Tierarztpraxis-Steyregg Wir freuen uns wieder mit anderen Hunden spielen zu dürfen, aufs Plantschen und herumtollen!!!